1929

Oktober 14, 2025 2 Minuten Lesezeit

von Andrew Ross Sorkin

“Der Crash von 1929 zeigt, wie schnell Zuversicht in Verblendung umschlagen kann. Was als goldene Zukunft begann, entpuppte sich als Illusion, die an der Realität zerbrach.” – Seraphin, Investment Analyst & Sales Support bei arvy

Andrew Ross Sorkins "1929" bietet eine eindrucksvolle und packende Rekonstruktion der Ereignisse die zum Börsencrash von 1929 führten. Mit akribischer Recherche und spannender Erzählweise zeigt Sorkin wie Spekulation politische Blindheit und menschliche Hybris die Weltwirtschaft in die Knie zwangen. Das Buch ist weit mehr als nur eine Chronik der Vergangenheit es ist ein Spiegel unserer Gegenwart und erinnert eindringlich an die Fragilität von Märkten sowie die wiederkehrenden Muster menschlichen Handelns. 1929 erscheint heute und seine Lehren sind aktueller denn je.

10 Lektionen aus 1929

  1. Die Gefahr der Spekulation
    Spekulation ohne Fundament kann Märkte scheinbar endlos in die Höhe treiben, bis das Kartenhaus unweigerlich zusammenfällt.
  2. Politisches Zögern
    Regierungen und Behörden neigen dazu, Warnsignale zu ignorieren oder Massnahmen hinauszuzögern. Dieses Zögern verstärkt die Wucht einer Krise, anstatt sie einzudämmen.
  3. Psychologie der Märkte
    Märkte folgen nicht nur Zahlen, sondern Emotionen. Angst, Gier und der Drang, der Masse zu folgen, bestimmen Kursbewegungen oft stärker als Fakten.
  4. Verantwortung in den Händen der Mächtigen
    Banken, Spekulanten und Politiker verfügten 1929 über enorme Macht, handelten aber ohne Rücksicht auf Konsequenzen. Ohne Verantwortung verwandelt sich Einfluss in Gefahr.
  5. Notwendigkeit von Regulierung
    Ein schwaches oder fehlendes Regelwerk eröffnet Tür und Tor für Missbrauch. Effektive Regulierung kann Exzesse verhindern und Stabilität sichern.
  6. Die Illusion „Diesmal ist es anders“
    Vor dem Crash glaubten viele, dass neue Technologien und Methoden alte Muster gebrochen hätten. Diese Selbsttäuschung führte dazu, dass Warnungen in den Wind geschlagen wurden.
  7. Verflechtung von Politik und Finanz
    Politiker und Finanzakteure handelten oft in gegenseitigem Interesse, was Risiken verschleierte. Diese Verflechtung machte das System noch anfälliger.
  8. Ungleichheit als Brandbeschleuniger
    Während einige wenige enorme Gewinne erzielten, blieb die breite Bevölkerung aussen vor. Diese Ungleichheit verstärkte soziale Spannungen und verschlimmerte die Krise.
  9. Die Kraft der Transparenz
    Mangelnde Offenheit über Risiken und Verluste trug wesentlich zur Panik bei. Klare Kommunikation und Transparenz sind entscheidend, um Vertrauen zu erhalten.
  10. Lernen aus der Geschichte
    Der Crash von 1929 zeigt, dass Ignoranz gegenüber vergangenen Fehlern sie unweigerlich zurückkehren lässt. Nur wer die Geschichte versteht, kann Wiederholungen vermeiden.



What Caused the 1929 Stock Market Crash?

arvys Fazit: Andrew Ross Sorkin gelingt es in 1929, die Mechanismen hinter dem grössten Crash der Wall Street eindrucksvoll offenzulegen. Er zeigt, wie Spekulation, Gier und politische Blindheit eine Spirale erzeugten, die unaufhaltsam in den Abgrund führte. Das Buch ist nicht nur eine historische Rekonstruktion, sondern auch eine Mahnung, wie verletzlich Märkte und Gesellschaft bleiben, wenn Warnsignale ignoriert werden. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass sich Geschichte nicht exakt wiederholt, ihre Muster aber zeitlos sind.

Englische Version

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